Die Entstehung der Hufschmiede

Es begann 1973, als ich mir mein erstes Pferd "Whiskey" kaufte.
In den folgenden Jahren hatte ich immer zwei Pferde, eines zum Reiten und ein Halflinger zum Fahren.
Meine große Leidenschaft galt auch immer den Kaltblütern, da ich als Junge in der Nachbarschaft von einem Bauern lebte, der mit zwei Rheinisch-Deutschen Kaltblutpferden seinen Hof bewirtschaftete.
Meine ersten Kaltblutpferde kaufte ich mir 1985 und 1986 in Frankreich. Roxanne und Tosca bildete ich selbstständig aus. Sie wurden geritten , zum Holzrücken, Kutsche fahren und zur Wiesenpflege eingesetzt.

Seit 1988 arbeite ich als Pferderücker im Nebenerwerb für den Saar Forst. Jedoch nach dem großen Sturm "Wiebke" 1990 gab es für Pferderücker im Saarland keine Arbeit mehr.

Um meine Kenntnisse in der Arbeit mit Pferden zu verbessern, machte ich 1989 einen Holzrückelehrgang bei der Forstdirektion Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Haupt- und Landgestüt Marbach.
Es folgten verschiedene Lehrgänge: bei Erich Degkreif "Fahren von Arbeitsgespannen", "Fahrabzeichen 4" in Marbach, bei Werner Goller auf der Neumühle "Arbeiten mit Pferden - Wiesenpflege" und Fahrabzeichen Klasse 3 im Landgestüt Zweibrücken.

Da die Hufe mit die wichtigsten Körperteile der Pferde sind ("Ohne Huf kein Pferd", Fritz Rödder), absolvierte ich zwei Lehrgänge bei dem Hufschmiedemeister und Fachbuchauthor "Fritz Rödder".
Danach übernahm ich die Hufpflege meiner Pferde selbst, den Hufbeschlag führte ein älterer Hufschmied aus.
1991 entschloss ich mich zu einer Hufschmiedeausbildung bei dem renommierten Hufschmied Otto Bauer im Saarland.
Unser Wirkungsbereich war das Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg.
Danach folgte eine Ausbildung an der Lehrschmiede des Tierhygienischen Instituts in Freiburg mit anschließender Ablegung der Hufbeschlagsprüfung und Anerkennung als staatlich geprüfter Hufbeschlagsschmied. Der Selbstständigkeit stand somit nichts mehr im Wege.
Seit 1995 lebe und arbeite ich auf einem kleinen Bauernhof in Ellweiler, im schönen Hunsrück.
Von dort aus betreibe ich meine mobile Hufschmiede und züchte seit 2001 Pfalz-Ardenner.
Ich besitze zur Zeit vier PA-Zuchtstuten und einen Deckhengst. Alle Stuten und auch der Hengst werden zu verschiedensten Arbeiten und zum Reiten eingesetzt.
Seit März 2004 bin ich Vorsitzender der Abteilung Kaltblut im Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz.